Bundeskanzler zu WM-Aus: Merz tröstet das DFB-Team, das Internet lacht. Doch wieso?
30. Juni 2026: Friedrich Merz hat nach dem deutschen WM-Aus gegen Paraguay auf X sein Mitgefühl bekundet, und prompt trendete ein Wort auf der Plattform:
„Welches Spiel.“
Der Bundeskanzler lobte Einsatz und Teamgeist der Nationalelf, während das Netz fragte, ob er dieselbe Partie gesehen hatte wie der Rest des Landes. Selten hat ein Kondolenz-Post so viel Spott auf sich gezogen.

Bundeskanzler zu WM-Aus: Merz tröstet das DFB-Team, das Internet lacht! Was passiert ist
Deutschland ist bei der Fußball-WM 2026 im Sechzehntelfinale ausgeschieden.
Gegen Außenseiter Paraguay reichte es nach 120 Minuten zu einem 1:1, im Elfmeterschießen verlor das Nagelsmann-Team mit 3:4. Jonathan Tah hatte in der Verlängerung vermeintlich das 2:1 erzielt, Schiedsrichter Jalal Jayed nahm den Treffer jedoch zurück.
Das Aus ist für das DFB-Team das dritte frühe Scheitern in Folge seit dem WM-Titel 2014 in Rio de Janeiro, nach dem Vorrunden-Aus 2018 und 2022.
Merz meldete sich kurz darauf auf dem offiziellen Kanzler-Account bei X zu Wort.

„Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel“,
hieß es dort.
„Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“
Die Reaktion auf den Bundeskanzler-DFB-Post
Das Internet war wenig gnädig. Die Wortkombination „Welches Spiel“ trendete rasch auf X, viele Nutzer fragten, welche Partie der Kanzler eigentlich kommentiert hatte. Die politische Konkurrenz zog nach.
FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann schrieb:
„Ich weiß gar nicht, was schlimmer war. Das Spiel oder diese Analyse.“
Sevim Dağdelen vom Bundesvorstand des BSW diagnostizierte laut ihrem X-Post
„Realitätsverlust auf Kanzlerniveau. Genau wie bei seiner Politik.“
Auf dem X-Kanal der AfD hieß es, Merz habe sich
„so sehr daran gewöhnt, die miserable Leistung seiner CDU schönzureden, dass er einfach nicht mehr anders kann.“
Warum es mehr als ein Meme ist
Das DFB-Team scheitert nun zum dritten Mal in Serie früh bei einer WM. Das ist sportlich bitter genug. Dass der Kanzler diese Niederlage als
„Was für ein Spiel“
rahmt, sagt weniger über den Fußball aus als über den Reflex, jede schlechte Nachricht in Würde zu verpacken. Ob das Absicht war oder schlicht unglücklich formuliert, ändert nichts am Ergebnis: Der Post wurde zum Meme, bevor die Nacht vorbei war.
Für das DFB-Team beginnt jetzt die Aufarbeitung eines weiteren frühen WM-Scheiterns. Für Merz war der gestrige Abend eine Lektion darin, dass politisches Krisenmanagement und sportlicher Beistand zwei verschiedene Disziplinen sind.
Quellen: Der Spiegel, ZDFheute, Instagram, X
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