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Rodri verlässt Manchester City: Barcelona zahlt bis zu 72 Millionen Euro für den Ballon-d’Or-Gewinner

Rodri wird zum fünftteuersten Ü30-Transfer der Fußballgeschichte
August 17, 2026
2 Minuten Lesezeit
Rodri verlässt Manchester City: Barcelona zahlt bis zu 72 Millionen Euro für den Ballon-d’Or-Gewinner
Bild via Instagram/@fabriziorom

Der Poker ist vorbei. Rodri wechselt zu Barcelona. Nach drei abgelehnten Angeboten hat Manchester City dem vierten nachgegeben, und der 30-jährige Spanier reist laut Transferexperte Fabrizio Romano am Montag nach Katalonien, um den Medizincheck zu absolvieren und einen Vertrag bis 2030 zu unterzeichnen.

298 Spiele, 13 Titel, ein Ballon d’Or. Das ist die Bilanz eines Spielers, der Man City in einer Weise geprägt hat, die erst jetzt, wo er geht, vollständig sichtbar wird.

Was passiert ist

Barcelona hat sich nach wochenlangem Ablösepoker durchgesetzt. Laut der Times zahlen die Katalanen 60 Millionen Euro Grundablöse plus bis zu 12 Millionen Euro Boni, andere Quellen nennen Boni von bis zu 16,5 Millionen Euro. Sky Sports beziffert die Gesamtsumme auf umgerechnet rund 65,4 Millionen Pfund.

Damit wird Rodri laut Transfermarkt zum fünftteuersten Ü30-Transfer der Fußballgeschichte, hinter Cristiano Ronaldo (117 Millionen Euro, 2018), Harry Kane (95 Millionen Euro), Neymar (90 Millionen Euro, 2023) und Casemiro (70 Millionen Euro). Letzterer galt bislang als teuerster defensiv ausgerichteter Ü30-Transfer überhaupt. Rodri unterschreibt einen Vierjahresvertrag in Barcelona und kehrt damit in seine Heimat zurück.

Barcelonas erster Versuch lag noch bei rund 40 Millionen Euro, wurde abgelehnt. Ein zweites Angebot über 55 Millionen Pfund scheiterte ebenfalls. Erst das dritte Angebot brachte Man City dazu, den Spieler ziehen zu lassen, der noch ein Jahr Vertrag hatte und den die Citizens eigentlich halten wollten.

Was Rodri hinterlässt

Sky Sports News Reporter Ben Ransom bringt es direkt auf den Punkt:

„Rodri hinterlässt eine riesige Lücke. Das haben wir im Community Shield gesehen, Manchester City fehlte es vor allem im Zentrum. Rodri hätte einen gewaltigen Unterschied gemacht.“

Ransom erinnert daran, dass Rodri 2022/23 das entscheidende Tor im Champions-League-Finale gegen Inter Mailand in Istanbul erzielte und damit das Triple perfekt machte.

Dann folgte ein Kreuzbandriss früh in der Saison 2024/25, und plötzlich war klar, wie sehr das Spiel der Citizens an einem einzigen Mann hing. „Wenn Rodri nicht spielte, war das Gespräch immer dasselbe: Manchester City ist nicht dieselbe Mannschaft“, so Ransom gegenüber Sky Sports News.

Trainer Enzo Maresca, der selbst für rund 20 Millionen Euro von Chelsea zu Man City kam, sagte nach dem 0:3 gegen Arsenal im Community Shield:

„Alle Teams brauchen einen Spieler wie Rodri.“

Rodri selbst hatte das Spiel verpasst, weil er erst am Freitag davor nach einem kleinen Eingriff am Rücken ins Training zurückgekehrt war.

Was jetzt bei Man City und Barcelona auf dem Spiel steht

Für Barcelona wächst der Weltmeister-Block im Kader von Hansi Flick auf acht Spieler. Rodri gewann mit Spanien die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft 2026, dazu den Ballon d’Or 2024 und mit Man City das Triple.

Barcelonas Transferausgaben steigen in diesem Sommer damit auf 160 Millionen Euro, bei Einnahmen von 59 Millionen Euro.

Bei Man City dreht sich das Bild. Mit Rodris Ablöse steigen die Einnahmen auf rund 130 Millionen Euro, während die Ausgaben bereits bei 177 Millionen Euro liegen. Im Fokus stehen Lille-Talent Ayyoub Bouaddi und Enzo Fernández von Chelsea. Für Fernández verlangen die Blues dem Vernehmen nach rund 140 Millionen Euro.

Chelsea hatte einen Freitagabend-Termin für ein Angebot gesetzt, den Man City verstreichen ließ. Sky Sports News-Reporter Alan Irwin erklärt dazu:

„Man City war kaum bereit, sich auf einen von Chelsea selbst gesetzten Transferdeadline einzulassen.“ Ob ein Angebot für Fernández nun kommt, hänge laut Irwin direkt daran, ob Rodris Abgang endgültig besiegelt ist. Das ist er jetzt. Maresca hat seine Botschaft bereits klar formuliert:

„Je früher ein Neuzugang bei uns eintrifft, desto besser, denn in einer Woche beginnt die Premier League.“

Rodri verlässt Man City nach 298 Spielen und 13 Titeln. Er kam 2019 für 70 Millionen Euro von Atlético Madrid.

Jetzt geht er zurück nach Spanien, reicher an Trophäen und mit einem Vertrag, der ihn bis 2030 an Barcelona bindet. Für Man City beginnt die Ära nach Pep Guardiola ohne den Spieler, der diese Ära mehr als jeder andere verkörpert hat.

Quellen: Sky Sports, Transfermarkt, Times

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