Tagelange Kritik, schwache Leistungen im Vorfeld, ein Trainer, der sich vor dem Anpfiff nicht festlegen wollte. Cristiano Ronaldo stand trotzdem in der Startelf gegen Usbekistan, und er brauchte gerade mal sechs Minuten, um die Diskussion zu beenden. Zwei Tore später steht CR7 allein in der Geschichte des Turniers, dort, wo ihn niemand mehr einholen kann.
Was passiert ist
In der sechsten Minute traf Ronaldo nach Vorarbeit von João Cancelo zum 1:0 für Portugal. Der Treffer reichte bereits für den Rekord: kein Spieler zuvor hatte bei sechs Weltmeisterschaften mindestens ein Tor erzielt. Ronaldo hatte schon 2006, 2010, 2014, 2018 und 2022 getroffen, nun also auch 2026. Messi, der ebenfalls seine sechste WM spielt, war 2010 in Südafrika ohne Turniertor geblieben und kommt damit auf fünf Turniere mit Torerfolg. In der 39. Minute legte Ronaldo nach und erzielte das 3:0, seinen insgesamt zehnten WM-Treffer. Damit zog er an Eusébio vorbei, der neun WM-Tore für Portugal erzielt hatte, und ist nun alleiniger Rekordtorschütze seines Landes bei Weltmeisterschaften.

Die Zahlen hinter dem Moment
Mit 41 Jahren, 4 Monaten und 18 Tagen ist Ronaldo jetzt der zweitälteste Torschütze der WM-Geschichte. Älter war nur der Kameruner Roger Milla, der 1994 traf, 39 Tage nach seinem 42. Geburtstag. Dazu kommt ein weiterer Altersrekord, den Ronaldo laut Die Zeit bereits beim Auftaktspiel gegen die Demokratische Republik Kongo gesetzt hatte: Er war der älteste Feldspieler, der jemals bei einer FIFA-Endrunde in der Startelf stand. Beim Spiel gegen Usbekistan verlängerte er diesen Rekord automatisch um weitere Tage.
Warum dieser Auftritt zählt

Ronaldo stand unter Druck. Schwache Leistungen vor dem Turnier hatten die Debatte befeuert, ob Trainer Roberto Martínez ihn überhaupt aufstellen würde. Martínez hatte die Frage am Vortag nicht eindeutig beantwortet. Ronaldo spielte, traf zweimal und ließ damit wenig Raum für weitere Diskussionen. Kurz zuvor hatte Messi den Rekord als WM-Rekordtorschütze insgesamt aufgestellt, nun zog Ronaldo mit seinem eigenen Allzeit-Eintrag nach. Die Rivalität dieser beiden Spieler hat die Fußballwelt gut 20 Jahre begleitet, und offenbar ist sie auch bei der WM 2026 noch nicht vorbei.
Zehn WM-Tore, sechs Turniere, 41 Jahre. Ronaldo hat sich auf der ganz großen Bühne noch einmal in die Geschichtsbücher geschrieben, diesmal mit Rekorden, die so schnell niemand angreifen wird.
Quellen: Die Zeit
Folge uns für mehr Insights aus Sport & Lifestyle.
Aktuelle Schlagzeilen
- 01
- 02
- 03
- 04
- 05
