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Messi´s Last Dance: Ein Abschied, der Argentinien bewegt

Nach 21 Jahren endet Lionel Messis Nationalmannschaftsreise – mit Tränen, Toren und einem letzten großen Auftritt für Argentinien
Oktober 8, 2026
3 Minuten Lesezeit
Messi´s Last Dance: Ein Abschied, der Argentinien bewegt
Bild: @leomessi/ Instagram

Buenos Aires – Es war der Abend, an dem selbst der Fußball für einen Moment innehielt. Lionel Messi hat sein letztes Länderspiel für Argentinien bestritten und sich mit einer letzten großen Vorstellung von der Albiceleste verabschiedet. Beim 3:0 gegen Benin erzielte der 39-Jährige ein Tor, bereitete zwei weitere Treffer vor und schrieb damit das letzte Kapitel einer außergewöhnlichen Nationalmannschaftskarriere.

Doch an diesem Abend ging es längst nicht nur um Fußball.

Im ausverkauften Monumental-Stadion von Buenos Aires wurde Messi gefeiert wie kaum ein Sportler zuvor. 85.000 Zuschauer sangen seinen Namen, ein riesiges Trikot mit der goldenen Nummer 10 und dem Wort „Gracias“ lag auf dem Spielfeld. Feuerwerk erhellte den Nachthimmel. Messi selbst konnte seine Tränen nicht zurückhalten.

Mehr als 21 Jahre lang hatte er das Trikot Argentiniens getragen. Nun war Schluss.

Bild: @adidasfootball/ Instagram

„Heute ist vielleicht der traurigste Tag meiner Karriere“

, sagte Messi nach der Partie. Er habe sich lange gewünscht, seine gesamte Karriere für die Nationalmannschaft zu spielen. Gleichzeitig sei für ihn nun der richtige Zeitpunkt gekommen, Abschied zu nehmen.

Ein letzter Abend wie ein Denkmal

Sportlich hätte das Drehbuch kaum besser geschrieben werden können. Nicolás Otamendi brachte Argentinien in Führung, Nico Paz erhöhte später auf 2:0. In der 71. Minute war schließlich Messi selbst an der Reihe: Vom Elfmeterpunkt erzielte er seinen 126. Treffer für Argentinien.

Dazu kamen zwei Vorlagen.

Noch einmal zeigte der Kapitän all das, was seine Karriere geprägt hat: Übersicht, Technik, Ruhe und die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten den Unterschied zu machen.

Bild: @leomessi/ Instagram

Doch wichtiger als die Statistik waren die Bilder. Messi lief gemeinsam mit seinen drei Söhnen ins Stadion ein. Seine Familie verfolgte den Abend sichtlich bewegt. Auf den Rängen standen Fans mit Tränen in den Augen, während Messi nach dem Schlusspfiff seine Mannschaftskollegen umarmte.

Es war kein gewöhnliches Länderspiel. Es war eine Verabschiedung von einer Fußball-Ära.

Vom schwierigen Start zum Nationalhelden

Messis Weg mit Argentinien war lange Zeit alles andere als eine Erfolgsgeschichte.

Sein Debüt im August 2005 dauerte weniger als eine Minute. Nach seiner Einwechslung sah der damals 18-Jährige die Rote Karte. Auch danach musste Messi lange auf den ganz großen Triumph warten.

Finalniederlagen, Kritik und der ständige Vergleich mit Diego Maradona begleiteten seine Karriere im Nationaltrikot. Besonders die verlorene Weltmeisterschaft 2014 und die gescheiterten Copa-America-Finals sorgten dafür, dass Messi in seiner Heimat zeitweise nicht nur gefeiert wurde.

Bild: @leomessi/ Instagram

2016 trat er nach der verlorenen Copa América sogar vorübergehend aus der Nationalmannschaft zurück.

Dann änderte sich alles.

Mit Trainer Lionel Scaloni begann eine neue Ära. 2021 gewann Argentinien die Copa América. Ein Jahr später folgte in Katar der ersehnte WM-Triumph. 2024 kam ein weiterer Copa-America-Titel hinzu.

Messi wurde vom hochbegabten Superstar zum Anführer einer goldenen Generation.

Der Schatten Maradonas

Über Messis Karriere in Argentinien lag stets der Schatten Diego Maradonas. Für viele Fans war Maradona über Jahrzehnte der größte Fußballer, den das Land hervorgebracht hatte.

Messi selbst hat diese Verbindung nie vergessen. In seinem Abschiedspost würdigte er den 2020 verstorbenen Weltmeister und betonte, wie wichtig Maradona für Argentinien und seine eigene Generation gewesen sei.

Am Ende gelang Messi etwas, das lange unmöglich schien: Er musste Maradona nicht verdrängen. Er schuf sein eigenes Vermächtnis.

Mit 208 Länderspielen ist Messi nun Argentiniens Rekordspieler, mit 126 Toren auch Rekordtorschütze. Dazu kommen drei große Titel mit der Nationalmannschaft.

Bild: @leomessi/ Instagram

Selbst Cristiano Ronaldo zieht den Hut

Auch einer seiner größten Rivalen würdigte den Abschied.

Cristiano Ronaldo, der Messi über viele Jahre im Kampf um individuelle Auszeichnungen und die Vorherrschaft im Weltfußball gegenüberstand, kommentierte dessen Abschied mit anerkennenden Worten. Er würdigte Messis Leistungen für Argentinien und seinen bleibenden Platz in der Fußballgeschichte.

Es war ein bemerkenswerter Moment: Zwei Spieler, die eine ganze Generation geprägt haben, standen sich am Ende nicht als Konkurrenten, sondern als Legenden gegenüber.

Eine Ära endet, aber Messi bleibt

Ganz verschwunden wird Messi aus dem Fußball ohnehin nicht. Auf Vereinsebene steht weiterhin Inter Miami auf seinem Programm. Doch die Bühne der Nationalmannschaft gehört nun der Vergangenheit an.

Argentinien muss sich gleichzeitig auf eine Zukunft ohne seinen Kapitän vorbereiten. Eine Generation um Spieler wie Julián Álvarez und andere junge Leistungsträger soll die Erfolgsgeschichte fortsetzen.

Bild: @leomessi/ Instagram

Messi selbst gab seinen Nachfolgern noch einen Rat mit auf den Weg: Zusammenhalt sei der Schlüssel. Gerade in schwierigen Zeiten müsse eine Mannschaft füreinander einstehen.

Vielleicht ist das die passendste Botschaft für seinen Abschied.

Denn Messi hat Argentinien nicht nur Tore und Titel hinterlassen. Er hat einer Mannschaft, die lange an ihren eigenen Erwartungen zerbrochen war, wieder Glauben gegeben.

Sein letztes Spiel endete mit einem 3:0, einem Tor und zwei Vorlagen. Vor allem aber endete es mit einem Stadion voller Menschen, die einem Spieler „Danke“ sagten.

Ein letztes Mal Messi im blau-weißen Trikot. Ein letztes Mal die Nummer 10. Und eine Fußballgeschichte, die wohl für immer weiter erzählt werden wird.

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