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Freie Fahrt auf dem Markt: Die größten Deals der NHL-Offseason 2026

Juli 16, 2026
3 Minuten Lesezeit
Tye Kartye and Jeff Malott fight over the puck Bild: Wikimedia Com. Jenn G

Der Sommer gehört den Hurricanes. Carolina hat den Stanley Cup zum ersten Mal seit 2006 gewonnen, und kaum war die Trophäe in Raleigh angekommen, drehte die Liga das Rad weiter. Trades, Gerüchte, Qualifying Offers, abgelaufene Verträge: Die NHL-Offseason 2026 hat in wenigen Tagen mehr Bewegung erzeugt als manche Saison in ihrer Gesamtheit. Und jetzt, mit dem Beginn der Free Agency, kommen die Verträge im Minutentakt.

Der Draft als Auftakt

National Hockey League Bild: Wikimedia Com.

Bevor die Free Agency öffnete, lieferte der 2026 NHL Draft bereits eine der meistdiskutierten Entscheidungen des Sommers. 224 Spieler wurden ausgewählt, und ganz oben stand Gavin McKenna, der als erster Pick insgesamt zu den Toronto Maple Leafs geht. Für eine Franchise, die seit Jahrzehnten auf den nächsten großen Schritt wartet, ist das eine Ansage. Ob McKenna der Spieler ist, der Toronto endlich in die entscheidende Runde trägt, wird die Zeit zeigen, allerdings ist der Druck, der auf einem ersten Overall-Pick in dieser Stadt lastet, schon jetzt spürbar.

Ebenfalls über den Draft geregelt wurde der Transfer von Bowen Byram. Die Sabres erhielten den vierten Gesamtpick, Byram wechselte zu den Blackhawks, und Chicago hat den Defenseman nun langfristig gebunden: sechs Jahre, 12,5 Millionen US-Dollar AAV, gültig ab der Saison 2027/28. Für ein junges Blackhawks-Projekt, das seit dem Connor-Bedard-Draft aufgebaut wird, ist das ein klares Zeichen, dass Chicago nicht nur auf Zukunft setzt, sondern sie aktiv gestaltet.

Die Deals der ersten Stunden

Mit dem offiziellen Start der Free Agency kam der erste Schwall an Vertragsabschlüssen. Die Vegas Golden Knights sicherten sich kurz vor dem Stichtag Defenseman Jeremy Lauzon, 29 Jahre alt, mit einem Sechsjahresvertrag über 4 Millionen US-Dollar AAV. Vegas baut seine Blaue Linie weiter ab, ohne dabei das Salary-Cap-Gleichgewicht zu verlieren, ein Muster, das die Franchise seit Jahren verfolgt.

Die Anaheim Ducks gingen einen anderen Weg. Sie handelten zunächst die Verhandlungsrechte von A.J. Greer von den Panthers und unterschrieben ihn dann für vier Jahre zu 4,25 Millionen US-Dollar AAV. Greer ist kein Name, der Headlines reißt, denn er ist genau der Typ Stürmer, den ein junges Team wie Anaheim gerade braucht: physisch, verlässlich, günstig genug, um Spielraum zu lassen.

Interessant auch der Fall Bobby Brink in Minnesota. Der Wild-Stürmer erhielt kein Qualifying Offer, war also technisch frei. Dennoch bleibt er in Minnesota, ein Einjahresvertrag über 2,75 Millionen US-Dollar AAV. Dass beide Seiten schnell zueinanderfanden, deutet darauf hin, dass das Qualifying-Offer-Manöver eher taktischer Natur war als ein echtes Trennungssignal.

Bild: Instagram @canes

Torleute, Verteidiger, Rollenspieler

Restricted Free Agent Luke Cavallin bleibt bei den Boston Bruins, Einjahresvertrag, 850.000 US-Dollar. Kein Aufregerthema, aber Boston sichert damit seine Goalie-Tiefe für eine weitere Saison. Ähnlich ruhig verlief die Verlängerung von Arseny Gritsyuk bei den New Jersey Devils: drei Jahre, 3,25 Millionen US-Dollar AAV. Der Russe gehört zu den Spielern, die in New Jersey fest in die mittelfristige Planung integriert sind.

Utah Hockey Club, in der Liga als Mammoth bekannt, hatte während des Drafts Goalie Sebastian Cossa per Trade geholt und ihn nun zu einem Zweijahresvertrag über 2 Millionen US-Dollar AAV unterschrieben. Cossa gilt als eines der interessantesten Torhütertalente der letzten Drafts, und Utah sichert sich damit eine Option auf die Zukunft zwischen den Pfosten.

Auf der unspektakulären, aber notwendigen Seite des Marktes: Guillaume Brisebois geht bei den Vancouver Canucks mit einem Einjahresvertrag als Zweiweg-Kontrakt über 900.000 US-Dollar in die neue Saison. Nick Cousins bleibt bei Ottawa, zwei Jahre, 1,59 Millionen US-Dollar AAV, der 32-Jährige ist einer jener Rollenspieler, die Trainer schätzen und Statistiken selten abbilden. Carl Grundstrom unterschreibt bei den Philadelphia Flyers für ein Jahr und 1 Million US-Dollar, der 28-Jährige bekommt eine weitere Chance in der Liga.

Was diese Offseason über die Liga sagt

Bild: Instagram @canes

Was sich in diesen ersten Tagen abzeichnet, ist kein Zufall. Die NHL-Offseason 2026 ist nicht nur wegen Carolina heiß. Sie ist heiß, weil mehrere Teams gleichzeitig in Umbruchphasen stecken, Toronto auf McKenna setzt, Chicago auf Byram, Utah auf Cossa, und weil die Mittelklasse des Marktes, die Greer, Brink und Cousins dieser Liga, schnell und zu vernünftigen Zahlen vergeben wird. Der obere Markt, die wirklich großen Namen, kommt noch. Die Gerüchte laufen bereits.

Carolina feiert, Toronto hofft, und der Rest der Liga rechnet. So beginnt ein NHL-Sommer, der noch lange nicht vorbei ist.

Quellen: ESPN

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