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„Raubüberfälle!“ Sevilla wütet nach Real-Sieg – schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter

Oktober 19, 2026
3 Minuten Lesezeit
„Raubüberfälle!“ Sevilla wütet nach Real-Sieg – schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter
Bild: @realmadrid / Instagram

Real Madrid gewinnt gegen den FC Sevilla deutlich mit 4:1. Doch statt des klaren Ergebnisses stehen zwei umstrittene Schiedsrichterentscheidungen im Mittelpunkt. Besonders ein möglicher Ellenbogenschlag von Arda Güler sorgt für Diskussionen. Sevillas Verantwortliche sprechen von einem klaren Platzverweis, während Real-Trainer José Mourinho die Vorwürfe zurückweist.

Güler im Mittelpunkt der Kontroverse

Es hätte ein entscheidender Wendepunkt der Partie werden können: In der 23. Minute kommt es beim Stand von 0:0 zu einer strittigen Szene zwischen Real Madrids Arda Güler und Sevillas Peque Fernández.

Güler versucht, sich aus einer Umklammerung seines Gegenspielers zu lösen. Fernández hält den türkischen Nationalspieler am Trikot fest, woraufhin Güler mit dem Ellenbogen nach hinten ausholt und seinen Kontrahenten trifft. Der Sevilla-Spieler geht zu Boden.

Bild: @realmadrid / Instagram

Schiedsrichter Mateo Busquets Ferrer bekommt die Aktion zunächst offenbar nicht mit. Auch der VAR greift nicht ein. Statt einer möglichen Roten Karte für Güler werden schließlich Peque und Real-Verteidiger Dean Huijsen mit Gelb verwarnt.

Die Szene hat weitreichende Folgen: Nur sieben Minuten später bringt Güler die Königlichen mit 1:0 in Führung.

Schiedsrichter-Experte fordert Rot

Die Entscheidung sorgt bei Sevilla für heftige Kritik. Auch der spanische Schiedsrichter-Experte Pablo González Fuertes bewertet die Szene deutlich. Bei Radio MARCA erklärt er, dass Güler auf die Provokation seines Gegenspielers reagiert habe. Der Schlag gegen die Brust sei jedoch so heftig gewesen, dass eine Rote Karte gerechtfertigt gewesen wäre.

Damit steht die Frage im Raum, ob Real Madrid einen entscheidenden Vorteil erhalten hat. Wäre Güler vom Platz gestellt worden, hätten die Madrilenen einen Großteil der Partie in Unterzahl bestreiten müssen.

Sevilla-Trainer Luis García findet nach dem Spiel entsprechend deutliche Worte. „Heute hätten wir ab der 25. Minute in Überzahl spielen müssen“, lautet seine Einschätzung. Seine Mannschaft sei um die Möglichkeit gebracht worden, über weite Strecken mit einem Spieler mehr aufzutreten.

Besonders ärgert García, dass der VAR nicht eingegriffen hat. Für ihn fällt die Situation eindeutig in den Zuständigkeitsbereich der Videoassistenten. Seine Schlussfolgerung: Es sei ein klarer Fehler gemacht worden.

Mourinho widerspricht den Vorwürfen

Real-Trainer José Mourinho sieht die Situation naturgemäß anders. Der Portugiese, der in den vergangenen Wochen selbst wiederholt Entscheidungen der Unparteiischen kritisiert hatte, stellt sich vor seinen Spieler.

Er betont, bislang keine eindeutigen Bilder gesehen zu haben, die einen absichtlichen Ellenbogenschlag belegen würden. Güler habe ihm versichert, seinen Gegenspieler nicht mit dem Ellenbogen getroffen zu haben.

Mourinho zeigt sich dennoch grundsätzlich offen für eine andere Bewertung, sollte entsprechendes Bildmaterial auftauchen. Bis dahin sieht er keinen ausreichenden Beleg für einen Platzverweis.

Damit prallen zwei völlig unterschiedliche Sichtweisen aufeinander: Während Sevilla eine klare Fehlentscheidung beklagt, verweist Real auf die aus seiner Sicht fehlende Eindeutigkeit der Bilder.

Mbappés Traumtor sorgt für weiteren Ärger

Doch die Szene um Güler ist nicht der einzige Aufreger des Abends. Bereits in der 37. Minute fühlen sich die Gäste erneut benachteiligt.

Sevillas Robbie Ure scheint nach einem Zweikampf mit Reals Ibrahima Konaté auf dem Weg in eine aussichtsreiche Abschlussposition zu sein. Nach einem Kontakt geht Ure zu Boden, doch der Schiedsrichter lässt weiterspielen.

Bild: @realmadrid / Instagram

Unmittelbar danach schlägt Real zu: Kylian Mbappé erhöht mit einem sehenswerten Treffer auf 2:0. Für Sevilla ist die Situation besonders bitter, weil die Mannschaft zuvor auf einen möglichen Freistoß oder eine andere Entscheidung zu ihren Gunsten gehofft hatte.

Auch in den sozialen Medien entwickelt sich daraus eine hitzige Debatte. Der TV-Sender Movistar+ feiert Mbappés Treffer als Kunstwerk und vergleicht ihn mit einem Gemälde für den Louvre. Sevilla kontert mit einer spitzen Bemerkung über das Prado-Museum und spielt dabei auf den Vorwurf eines „Raubüberfalls“ an.

Der Seitenhieb verbreitet sich rasch und bringt die Empörung des Klubs auf den Punkt.

Ein klarer Sieg mit bitterem Beigeschmack

Sportlich setzt sich Real Madrid mit 4:1 durch. Die Königlichen überzeugen offensiv und nutzen ihre Chancen konsequent. Güler und Mbappé stehen mit ihren Treffern im Mittelpunkt, allerdings aus unterschiedlichen Gründen.

Für Sevilla bleibt dagegen das Gefühl, durch die Entscheidungen des Schiedsrichterteams benachteiligt worden zu sein. Besonders die nicht überprüfte Ellenbogenszene dürfte noch länger für Diskussionen sorgen.

Ob tatsächlich eine klare Fehlentscheidung vorliegt, lässt sich nur anhand einer vollständigen Bewertung der Bilder und der geltenden Regeln beurteilen. Dass Sevilla die Partie als verpasste Chance betrachtet, ist angesichts der strittigen Situationen jedoch nachvollziehbar.

Bild: @realmadrid / Instagram

Der VAR erneut im Kreuzfeuer

Der 4:1-Erfolg von Real Madrid hätte eigentlich für positive Schlagzeilen sorgen sollen. Stattdessen dominieren die Diskussionen über den Schiedsrichter und den ausbleibenden VAR-Eingriff.

Die entscheidende Frage bleibt: Hätte Arda Güler für seinen Ellenbogeneinsatz Rot sehen müssen? Während Sevilla die Antwort für eindeutig hält, fordert Mourinho klare Beweise.

Fest steht: Die Auseinandersetzung dürfte über das Spiel hinaus für Gesprächsstoff sorgen. Und einmal mehr steht der VAR im Mittelpunkt einer Debatte, die den spanischen Fußball seit Jahren begleitet.

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