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Premier League Spieltag 4: Chaos, VAR-Wahnsinn und die besten Performances im Check

Zwei Buzzwords dominierten den Start dieser Premier League-Saison: „Lighter Touch"
September 16, 2026
3 Minuten Lesezeit
Premier League Spieltag 4: Chaos, VAR-Wahnsinn und die besten Performances im Check
Bild: @premierleague via Instagram

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Die Idee war simpel – weniger VAR-Eingriffe, mehr Spielfluss, mehr Emotion. Was stattdessen passierte? Spieltag 4 wurde zum reinsten Kontrovers-Festival. Trainer schäumten, Fans tobten, und der Fußball selbst musste sich seinen Platz zwischen Frame-by-Frame-Replays und aufgeregten Pressekonferenzen hart erkämpfen.

Aber zwischen all dem Lärm passierte echtes, brutales, wundervolles Fußball-Drama. Hier ist der komplette Überblick.

Arsenal – Zittersieg mit Klasse-Momenten

Arsenal gewann – aber wie. Ein Arm-Wrestling-Sieg, entschieden in 121 Sekunden: Erst parierte David Raya einen Elfmeter, dann traf Bruno Guimarães als Matchwinner bei seiner Rückkehr in den Nordosten. Mikel Arteta lobte sogar den Gegner: „Sie sind eine wirklich, wirklich gute Mannschaft – in jedem anderen Moment hätten wir ein Gegentor kassiert.“ Die 100% halten – aber wenn Arsenal weiterhin auf individuelle Glanzmomente angewiesen ist statt auf Systemstärke, wird das nicht lange gutgehen.

Chelsea – Must-Watch, aber Xabi Alonso leidet

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Chelsea ist das chaotischste Spektakel der Liga – und das ist kein Kompliment. Sechs Spiele, 12 Gegentore. Xabi Alonso, der eigentlich für kontrollierten, dominanten Fußball steht, seufzte in der Pressekonferenz: „Ich hoffe, dass ihr eines Tages sagen werdet, es war ein langweiliges Spiel und wir haben gewonnen.“ Das Sturm-Trio glänzt, die restlichen acht Feldspieler schlafen. Für Neutrals ein Traum. Für Alonso ein Albtraum.

Manchester City vs. United – Refereeing-Fiasko

United traf zweimal den Pfosten, Bryan Mbeumo scheiterte aus kürzester Distanz an Donnarumma – und trotzdem entschied am Ende ein Schiedsrichterfehler das Derby. Wenn ein Team gegen zehn Mann so wenig zustande bringt, ist das schlicht Missmanagement. Pep Guardiola atmet durch. Erik ten Hag dürfte kaum geschlafen haben.

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Nottingham Forest – Ende einer 32-jährigen Durststrecke

Seit 1994 hatte Nottingham Forest nicht mehr in Villa Park gewonnen – also bevor jeder Feldspieler des aktuellen Kaders überhaupt geboren wurde. Oliver Glasners Mannschaft beendete diesen Fluch mit einer kohärenten, koordinierten Teamleistung, die alles verkörpert, wofür der österreichische Trainer steht. Und genau das muss Unai Emery schmerzen: Gegen Glasner hat er in acht Duellen sechs Mal verloren. Aston Villa wirkt zahnlos, ideenlos, mutlos.

Leeds – Farkes Jungs glänzen

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Als Lewis Dunk den Ball aus 30 Metern in den Winkel hämmert, weißt du: Das ist dein Tag. Leeds thrashte den Gegner nach allen Regeln der Kunst. „Meine Jungs waren brillant,“ strahlte Daniel Farke – und er hatte jedes Recht dazu.

Brighton – De Zerbi und die Tore-Frage

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Zwei Spiele, zwei Zu-Null. Roberto De Zerbi kam aus der Pressekonferenz heraus wie ein Boxer nach einem Punktsieg: „In Italien sollte ich der beste Trainer sein, oder? Zwei Spiele, zwei Clean Sheets.“ Was er dabei übersah: Tottenham schießt keine Tore. Null Chancen, null Kreativität im letzten Drittel. Die Gazzetta dello Sport würde das kaum ignorieren.

Liverpool – Alarmstufe Rot

Das war der beunruhigendste Auftritt unter Andoni Iraola. Liverpool schaffte es nicht, klare Chancen gegen eine der defensiv schwächsten Mannschaften der Liga zu kreieren – und wirkte körperlich am Ende. Brendan Rodgers verglich Management einmal mit dem Bau eines Flugzeugs während des Flugs. Iraola muss jetzt liefern, während die Maschine bereits in der Luft ist.

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Bournemouth vs. Brentford – 206 Ballverluste und ein Remis

206 Mal wechselte der Ball den Besitzer – mehr als in jedem anderen Spiel dieser Saison. Bournemouth führte, verlor die Führung, und Keith Andrews seufzte leise: „Wir haben das Niveau nicht erreicht, das wir uns selbst gesetzt haben.“ Es ist bereits das vierte Mal in Folge, dass Marco Rose’s Bournemouth eine Führung nicht über die Zeit bringt. Irgendwann wird das zum echten Problem.

Das große Bild: VAR, Chaos und die Seele des Spiels

Spieltag 4 hat eines klar gemacht: Der „Lighter Touch“ funktioniert noch nicht. Statt weniger Kontroversen gibt es mehr Diskussionen, mehr wütende Trainer, mehr zerrissene Nerven. Gleichzeitig zeigt diese Saison bereits jetzt, dass die Premier League so unberechenbar, so emotional und so dramatisch ist wie nie zuvor.

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Chelsea unterhält und erschreckt. Arsenal zittert sich durch. Liverpool sucht sich selbst. Und irgendwo dazwischen hämmert Lewis Dunk Bälle aus 30 Metern in den Winkel.

Das ist Premier League 2026/27. Schnall dich an.

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