Pep Guardiola verlässt Manchester City: Das Ende einer Ära nach zehn Jahren

Mai 28, 2026
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Bild: Instagram @Mancity

Zehn Jahre, knapp 600 Pflichtspiele, 41 Titel als Trainer. Pep Guardiola, 55, verlässt Manchester City zum Saisonende vorzeitig. Sein Vertrag wäre noch ein weiteres Jahr gelaufen. Der Katalane verkündete den Schritt vor dem letzten Ligaspiel gegen Aston Villa, ohne einen konkreten Grund zu nennen. Und doch klingt sein Abschiedssatz nach allem anderen als einer Erklärung: „Tief in mir weiß ich, dass es Zeit für mich ist.“

Was passiert ist

Pep bei der Verabschiedung in Manchester  Bild: Instagram @Mancity

Guardiola selbst ließ die Mitteilung des Klubs sprechen. „Fragt mich nicht nach den Gründen für meinen Abschied. Es gibt keinen Grund, aber tief in mir weiß ich, dass es Zeit für mich ist“, heißt es darin. „Nichts ist für immer, sonst wäre ich noch hier. Für immer bleiben die Gefühle, die Menschen, die Erinnerungen, die Liebe zu meinem Manchester City. Wir haben gearbeitet. Wir haben gelitten. Wir haben gekämpft. Und wir haben die Dinge auf unsere eigene Art gemacht.“ Gerüchte über einen Abgang kursierten schon länger. Nun ist es offiziell. Die siebte Meisterschaft bleibt ihm verwehrt: Der FC Arsenal steht vor dem letzten Spieltag bereits als Champion fest.

Eine Dekade, die den englischen Fußball veränderte

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Was Guardiola in Manchester hinterlässt, ist kein normales Erbe. Sechs englische Meisterschaften, einmal die Champions League, dreimal den FA Cup. In seiner City-Dekade gab der Klub nur in einer einzigen Saison weniger als 100 Millionen Euro für neue Spieler aus, in der abgelaufenen Spielzeit erstmals mehr als 300 Millionen. Das Geld kam von der königlichen Herrscherfamilie von Abu Dhabi. Guardiola brachte es zum Blühen. Er reformierte die Spielweise von City, wie er es zuvor bei Barcelona und Bayern München getan hatte, und half Stars wie Kevin De Bruyne und Phil Foden dabei, auf ein noch höheres Niveau zu kommen. Seine Spielidee fußt auf dem Fußball der niederländischen Legende Johan Cruyff, für Guardiola ein Mentor. Sein Einfluss reicht weit über Manchester hinaus: Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel und Bayern-Coach Vincent Kompany zählen zu jenen, die er prägte. Kompany, von 2016 bis 2019 Verteidiger und Kapitän unter Guardiola, sagte am Freitagabend: „Das Vertrauen und den Glauben, dass ich Trainer werden könnte, habe ich Pep zu verdanken. So groß war sein Einfluss.“

Wer kommt, und was bleibt

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Als Nachfolger ist Enzo Maresca im Gespräch. Der 46-jährige Italiener trainierte zuletzt den FC Chelsea, gewann mit dem Klub die Klub-WM und war einst Co-Trainer von Guardiola in Manchester. Guardiola selbst bleibt dem Umfeld erhalten: Er wird seine Zusammenarbeit mit der City Football Group fortsetzen und die Rolle eines globalen Botschafters übernehmen. In dieser Funktion soll er die Vereine der Gruppe fachlich beraten und an spezifischen Projekten mitarbeiten, wie der Klub mitteilte.

Die letzte Saison lief sportlich nicht rund. In der Champions League schied City im Achtelfinale deutlich gegen Real Madrid aus, die Meisterschaft geht an Arsenal. Doch das schmälert die Bilanz kaum. Wer zehn Jahre bei einem Klub bleibt, der schlechteste Premier-League-Platz in dieser Zeit war Rang drei, hat längst bewiesen, dass er mehr ist als ein Erfolgs-Nomade. Guardiola hat in Manchester eine Ära geprägt. Maresca übernimmt nun ein Erbe, das schwerer wiegt als jede Transfersumme.

Quellen: Die Zeit (zeit.de), n-tv.de, Der Spiegel (spiegel.de)

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