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Forderung nach Nagelsmann Rücktritt! Nagelsmann muss jetzt gehen – sofort, freiwillig und ohne Ausreden

Die "Nagelsmann-Arroganz" ist das eigentliche Problem: Dünnheutig, stets genervt und immer im Recht. Eines Nationaltrainers unwürdig. Nicht nur seiner Leistung wegen – vor allem wegen seiner Arroganz – ganz ohne Leistung. Fans, Experten und Presse fordern daher jetzt gemeinsam: Julian, übernimm Verantwortung für das Desaster! Ein Kommentar des Herausgebers ...
Juni 30, 2026
13 Minuten Lesezeit
Kommentar des Sports Mag- Gründers & Herausgebers Sebastian C. Nelles: Nagelsmann muss gehen – freiwillig, sofort, ohne Ausreden! Bild: Men's Mag / Sebastian Nelles / Instagram @nagelsmann.julian

Nagelsmann Rücktritt? Ein deutlicher Kommentar des Sports Mag- Gründers & Herausgebers Sebastian C. Nelles: Nagelsmann muss gehen – freiwillig, sofort, ohne Ausreden

FOXBOROUGH/BOSTON, 30. Juni 2026. Joshua Kimmich steht mit geröteten Augen, Badelatschen an den Füßen, die Abdrücke der Schienbeinschoner noch auf den Beinen. Er kämpft gegen die Tränen. In der Kabine herrscht absolute Stille. Kein Wort. Kein Mucks. Nur die Leere nach einem historischen Versagen.

Deutschland ist raus. Nicht im Halbfinale. Nicht nach einem epischen Drama gegen einen Giganten. Sondern im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. 1:1 nach Verlängerung, 3:4 im Elfmeterschießen.

Ein Fußballabend, der nicht nur weh tut, sondern entlarvt. „AP“ nennt es den bislang größten Upset dieser WM; „The Guardian“ hebt hervor, dass Deutschland trotz Dominanz an Paraguays Disziplin und am eigenen Versagen zerbrach.

Fakt ist: Zum dritten Mal in Folge hat die DFB-Elf eine Weltmeisterschaft verlassen, bevor die Runde der letzten 16 begann. Und diesmal ist auch der letzte Nimbus dahin: Deutschland hat zum ersten Mal in seiner WM-Geschichte ein Elfmeterschießen verloren.

Und deshalb muss Julian Nagelsmann jetzt zurücktreten. Freiwillig. Sofort.

Das ist keine Pechsträhne. Das ist kein Zufall. Das ist das Ergebnis einer katastrophalen Amtsführung eines Mannes, der von Beginn an glaubte, er wisse es besser als alle anderen und der nun die Quittung dafür bekommen muss.

Nagelsmann Rücktritt? Wer trägt die Verantwortung – und wer zieht die Konsequenzen?

Die Antwort von Julian Nagelsmann kam noch im Stadion von Foxborough, direkt nach dem Abpfiff, klar und ohne Zögern:

„Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man das sagen.“

Und im ZDF legte er nach:

„Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen.“

Keinen Respekt für die Haltung. Sorry. Es hat nichts mit „weglaufen“ zu tun, sondern darum Verantwortung für sein Versagen zu übernehmen und den Weg für jemand besseren frei zu machen. Für einen echten Neuanfang.

Aber die entscheidende Frage ist nicht, ob Nagelsmann bleiben will. Es ist eine Frage von Haltung.

Wir sind der Meinung: Julian Nagelsmann muss zurücktreten. Sofort. Freiwillig. Und ohne weitere Ausreden.

Nagelsmann und das frühe WM-Aus: Das Ausmaß der Blamage

Man muss sich die Zahlen noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: Paraguay, der schwächste der acht Gruppendrittplatzierten bei dieser WM, hat Deutschland aus dem Turnier geworfen. Ein Team, das in der Vorrunde 1:4 gegen die USA verlor, 0:0 gegen Australien spielte und nur durch einen aufgeblähten Turniermodus überhaupt in die K.-o.-Runde kam.

„Für die, die es noch nicht kapiert haben: Wir haben gegen die schwächste Mannschaft aus der Vorrunde gespielt und haben es nicht geschafft, mehr als zwei Chancen in 120 Minuten zu bekommen“,

sagte Per Mertesacker, Weltmeister von 2014, mit kaum verhohlener Fassungslosigkeit bei MagentaTV.

Die Zahlen sind vernichtend: 55 Flanken schlug Deutschland in 120 Minuten – mehr als jedes andere Team in einem K.-o.-Spiel seit Beginn der Datenerfassung. Nur zehn davon fanden einen Mitspieler.

Die Mannschaft hatte keinen Plan B, keine Kreativität, keine Ideen. L’Équipe schrieb treffend:

„Deutschland wird für seine fruchtlose Dominanz bestraft.“

Und die spanische Marca fasste es brutal zusammen:

„Deutschland ist nicht mehr Deutschland.“

Jürgen Klinsmann, der frühere Bundestrainer, sagte beim US-Sender ESPN mit einer Direktheit, die in Deutschland kaum jemand wagte:

„Die Art und Weise, wie wir heute Abend ausgeschieden sind, ist verheerend, ist eine Blamage, ist etwas, womit niemand, wirklich niemand gerechnet hat.“

Der deutsche Fußball stürze in ein

„riesiges Loch“.

Der Guardian nannte Paraguays Leistung

„makellos“

und schrieb, es sei

„einer der größten Momente in der Geschichte des Landes“.

Die Schweizer Blick resümierte:

„Deutschland erlebt in Boston eine der bittersten Stunden seiner Fußballgeschichte.“

Doch das Debakel begann bereits Wochen vorher: Mit Nagelsmanns Kader-Argumenten, seinen Personalentscheidungen, seinem Umgang mit Kritik und seinem fatalen Glauben, es besser zu wissen als Fans, Presse, Experten und Beratern.

Die Nicht-Nominierung von Said El Mala bleibt ein Symbolfehler.

Den Kölner Shootingstar nach starker Saison-Leistung nicht mitzunehmen sorgte von Beginn an für Unverständnis. Gerade gegen Paraguay, gegen tiefe Linien, gegen müde Beine, gegen Konterräume, hätte ein schneller, unbekümmerter, torgefährlicher Spieler wie El Mala ein Plan B sein können.

Nagelsmann nahm ihn nicht mit. Und als der Plan A starb, war kein Plan B da. Stattdessen Leroy Sané. Wieder und wieder. Nagelsmann verteidigte ihn nach Kritik laut „sportschau.de“ mit den Worten:

„Ich bin keiner, der sich treiben lässt“

und:

„Ich wüsste jetzt nicht, warum ich ihn nicht spielen lassen soll.“

Genau dieser Satz liest sich nach diesem Aus wie ein sportpolitisches Eigentor. Denn es ging nie darum, sich treiben zu lassen. Es ging darum, zu sehen, was alle sahen: Sané war kein verlässlicher Unterschiedsspieler.

Trotzdem hielt Nagelsmann an ihm fest, als wäre Kritik ein persönlicher Angriff und keine fachliche Warnlampe.

Auch die Wechsel wurden zum Offenbarungseid. Schon nach dem Ecuador-Spiel schrieb die Sportschau, Nagelsmanns Wechsel und Aussagen hätten gezeigt, dass Ergebnis und Euphorie teilweise dem Teamgedanken und seinen Erkenntnissen untergeordnet wurden.

Gegen Paraguay wurde es nicht besser. ZDF-Expertin Fritzy Kromp kritisierte laut Bild besonders die späte Hereinnahme von Nick Woltemade, der ohne Turnierrhythmus plötzlich in einer maximalen Drucksituation Verantwortung tragen musste und schließlich im Elfmeterschießen scheiterte.

Das ist kein Pech. Das ist Coaching-Versagen.

Nagelsmanns größtes Problem war aber nicht nur die Taktik. Es war der Ton. Nach der Ecuador-Niederlage reagierte er auf Kritik mit

„stop with this nonsense“,

wie der Guardian berichtet. Vor Paraguay sagte er, er verspüre

„keine Beweispflicht gegenüber anderen“.

Das klingt souverän, ist aber in Wahrheit gefährlich. Ein Bundestrainer hat sehr wohl eine Beweispflicht: gegenüber Millionen Fans, gegenüber dem DFB, gegenüber dem deutschen Fußball.

Nagelsmann wirkte zu oft nicht wie ein Krisenmanager, sondern wie jemand, der Kritik persönlich nimmt. Zickig, dünnhäutig, trotzig. Einer, der den eigenen Dickkopf gerade dann durchsetzt, wenn der öffentliche Druck steigt.

Dieses Verhalten mag in Vereinskabinen manchmal als Führungsstärke verkauft werden. Bei einer Nationalmannschaft wird es zur Belastung.

Deutschland ist nicht nur an Paraguay gescheitert. Deutschland ist an Nagelsmanns Entscheidungen gescheitert:

  • am Kader ohne El Mala,
  • am Festhalten an Sané,
  • an fragwürdigen Wechseln,
  • an schlechter Kommunikation,
  • an fehlender Fehlerkultur
  • und an einer Arroganz, die sich als Überzeugung tarnte.

Der Schiedsrichter nahm Deutschland zwar ein Tor. Nagelsmann nahm Deutschland vorher die Chance auf ein besseres Turnier.

Wer ein solches Turnier so früh, so unnötig, so selbstverschuldet verliert, darf nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Darum gibt es nur eine saubere Konsequenz:

Julian Nagelsmann muss zurücktreten!

 

Nicht irgendwann nach Gremiensitzungen. Nicht nach taktischen Analysen. Jetzt. Aus freien Stücken. Weil Verantwortung im Fußball nicht nur bedeutet, nach Siegen klug zu erklären, sondern nach einem historischen Scheitern den Platz zu räumen.

Die Fehler des Bundestrainers: Eine Liste des Versagens im Detail …

Die „Nagelsmann-Arroganz“ ist das eigentliche Problem: Dünnheutig, stets genervt und immer im Recht. Eines Nationaltrainers unwürdig. Nicht nur seiner Leistung wegen – vor allem wegen seiner Arroganz – ganz ohne Leistung. Fans, Experten und Presse fordern daher jetzt gemeinsam: Julian, übernimm Verantwortung für das Desaster! Ein Kommentar des Herausgebers.
Grafik: Men’s Mag Redaktion via KI

Wer die Verantwortung für dieses Debakel sucht, muss nicht lange schauen. Sie trägt einen Namen: Julian Nagelsmann.

Und das nicht nur wegen eines einzigen schlechten Abends, sondern wegen einer langen, dokumentierten Serie von Fehlentscheidungen, die sich wie ein roter Faden durch seine gesamte WM-Vorbereitung und das Turnier selbst ziehen.

  1. Die Kader-Entscheidungen: Nagelsmann entschied sich, Deniz Undav – einen der treffsichersten Stürmer der Bundesliga, der im Turnier bereits drei Tore und zwei Assists als Einwechselspieler geliefert hatte – in allen drei Gruppenspielen auf die Bank zu setzen.

  • Gleichzeitig nominierte er Leroy Sané, der weder in der Liga noch im Turnier auch nur annähernd konstante Leistungen gezeigt hatte, permanent in die Startelf. Die Entscheidung, Sané trotz anhaltender Formschwäche zu vertrauen, war für viele Experten schlicht unbegreiflich.
  • Noch gravierender: Die Nicht-Nominierung von El Mala, einem der besten Bundesliga-Torschützen und Stürmer der abgelaufenen Saison. Genau der Typ Spieler, der im Konter – also exakt in jenen Situationen, die gegen Paraguay entscheidend waren – Gold wert gewesen wäre. Ein Spieler, der Räume nutzt, der Tiefe läuft, der Tore macht. Nagelsmann ließ ihn zu Hause. Aus welchem Grund? Das hat er nie wirklich erklärt.

Es war eine dieser Entscheidungen, die man nur als Sturheit eines Mannes verstehen kann, der seinen eigenen Kopf durchsetzen wollte – gegen alle Evidenz.

2. Die Aufstellungs-Irrwege: Joshua Kimmich, einer der besten Mittelfeldspieler der Welt, spielte über weite Strecken des Turniers als Rechtsverteidiger.

Erst in der 79. Minute des Paraguay-Spiels – also viel zu spät – rückte Kimmich in die Zentrale, nachdem Waldemar Anton eingewechselt wurde.

Der SPIEGEL kommentierte trocken:

„Möglicherweise hatte sich der Bundestrainer den Move für das Achtelfinale gegen Frankreich aufgehoben. Das wird es nun nicht mehr geben. Auch für dieses Spiel kam die Umstellung zu spät.“

Experten hatten diese Umstellung bereits vor dem Anpfiff gefordert. Nagelsmann ignorierte sie und korrigierte seinen Fehler erst, als das Spiel faktisch verloren war.

3. Die Wechsel-Katastrophe: Deniz Undav, der Stürmer, der das Turnier von der Bank aus aufgemischt hatte, startete gegen Paraguay endlich von Beginn an und wurde nach einer Stunde ausgewechselt, ohne wirklich in das Spiel gefunden zu haben.

Das ist kein Zufall, das ist ein Systemversagen: Wenn ein Spieler nie das Vertrauen bekommt, von Anfang an zu spielen, und dann plötzlich in einem K.-o.-Spiel in die Startelf geworfen wird, fehlt ihm der Rhythmus, das Selbstvertrauen, die Eingespieltheit. Nagelsmann hat Undav damit keinen Gefallen getan – und dem Team erst recht nicht.

Nick Woltemade, der über das gesamte Turnier quasi ignoriert wurde, musste dann im Elfmeterschießen einen entscheidenden Schuss verwandeln. Er vergab. Erwartet jemand ernsthaft, dass ein Spieler, dem sein Trainer kein Vertrauen geschenkt hat, in diesem Moment die nötige Kaltblütigkeit aufbringt?

Das ist kein Pech. Das ist das direkte Ergebnis falscher Kaderplanung und falschen Umgangs mit Spielern.

Der aberkannte Treffer: Skandal oder Ausrede? Ein bisschen etwas von beidem!

In der 102. Minute der Verlängerung köpfte Jonathan Tah den Ball ins Netz. 2:1 für Deutschland – oder so schien es. Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko schaute sich die Szene am VAR-Monitor an und nahm das Tor zurück. Er sah ein Foul von Waldemar Anton am paraguayischen Torwart Orlando Gill.

Eine Entscheidung, die von zahlreichen Experten als übertrieben hart, wenn nicht gar falsch bewertet wurde. Die ZEIT nannte sie eine

„viel zu harte, falsche Entscheidung“.

Nagelsmann nannte sie erst einen Skandal, dann einen Witz, schließlich einen

„Voll-Skandal“.

Ja, das war bitter. Ja, das war umstritten. Aber es darf nicht zum Nebelwerfer werden. Doch hier liegt das eigentliche Problem: Kimmich selbst – der Kapitän, der Mann, der Größe zeigte, als sein Trainer versagte – sagte danach klipp und klar:

„Es darf niemand auf die Idee kommen, heute den Schiedsrichter verantwortlich zu machen. In so einem Spiel darf man nicht von Glück oder Pech abhängig sein.“

Christoph Kramer, Weltmeister von 2014 und ZDF-Experte, war noch deutlicher:

„Du darfst gegen Paraguay nicht in die Verlängerung kommen. Wir haben entschieden, dass sie so spielen können und wir uns am Ende über eine Schiedsrichterdiskussion beklagen. Dazu darf es niemals kommen.“

Das sagt alles. Wer gegen Paraguay in die Verlängerung geht, wer in 120 Minuten nicht mehr als zwei Chancen kreiert, wer 55 Flanken schlägt und nur zehn ankommen lässt – der hat kein Recht, sich über einen Schiedsrichter zu beschweren. Ja, die VAR-Entscheidung war ein handfester Skandal! ABER soweit hätte es gar nicht erst kommen müssen!

Nagelsmanns Verhalten nach dem Spiel war das eines schlechten Verlierers. Und das ist bezeichnend für seinen gesamten Charakter als Bundestrainer.

Denn dieses Aus begann nicht in der 101. Minute. Es begann Wochen vorher. Bei Nagelsmanns Kader, seinen Personalentscheidungen, seinem Umgang mit Kritik und seinem fatalen Glauben, es besser zu wissen als alle anderen.

Die Nagelsmann-Arroganz: Das eigentliche Problem

Man kann über taktische Fehler diskutieren. Man kann über Kader-Entscheidungen streiten. Aber was bei Nagelsmann von Beginn an auffiel – und was nun in seiner ganzen Tragweite sichtbar wird – ist eine grundlegende Haltung der Arroganz und Fehlerintoleranz, die einem Bundestrainer schlicht nicht zusteht.

Bereits auf der Pressekonferenz vor dem Paraguay-Spiel sagte Nagelsmann:

„Ich glaube nicht, dass ich irgendjemanden etwas beweisen muss.“

Reuters zitierte ihn wörtlich:

„I do not think I have any responsibility to prove myself to anyone.“

Natürlich musst du „irgendjemandem etwas beweisen“. Genau genommen einer ganzen Fußballnation. Du bist Bundestrainer!

Ein Bundestrainer, der nach einem Vorrunden-Aus gegen Ecuador, nach anhaltender Kritik an seinen Entscheidungen, nach einem Turnier voller Fragezeichen – der dann sagt, er müsse niemandem etwas beweisen? Das ist nicht Selbstvertrauen. Das ist Realitätsverweigerung.

Sein Auftritt im ZDF-Interview nach dem Ausscheiden war symptomatisch. Moderatorin Lili Engels stellte Fragen – Nagelsmann antwortete schroff, kurz angebunden, genervt. ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein nannte den Auftritt

„ein bisschen schmallippig“.

TV-Expertin Fritzy Kromp war direkter: Sie nannte ihn

„dünnhäutig“.

Und sie verwies auf den Kontrast zu den Spielern, die danach interviewt wurden:

„Da siehst du halt schon, dass wirklich eine Betroffenheit da ist, dass sie demütig sind. Dass es ihnen auch total leidtut.“

Weltmeister Christoph Kramer brachte es auf den Punkt:

„Generell freue ich mich immer über eine Portion Demut. Nicht nur bei einer Niederlage, auch im Erfolgsfall.“

Diese Demut hat Nagelsmann nie gezeigt. Nicht nach dem Sieg, nicht nach der Niederlage, nicht im Umgang mit der Presse, nicht im Umgang mit Kritikern.

Mats Hummels, der 2014 Weltmeister wurde und bei MagentaTV als Experte tätig ist, wurde am deutlichsten:

„Es schreit nach Konsequenzen. Die Heim-EM wird mir immer noch zu gut geredet. Deswegen muss das ein Thema sein, sowohl, glaube ich, vom Bundestrainer selbst aus als auch vom Verband.“

Hummels fordert also, dass Nagelsmann selbst die Initiative ergreift. Dass er selbst die Konsequenzen zieht.

Das Muster ist eindeutig: Wenn die Öffentlichkeit eine Meinung hatte, setzte Nagelsmann seinen Dickkopf durch. Wenn Experten Kimmich im Mittelfeld forderten, spielte Kimmich rechts hinten. Wenn Kritiker Undav von Beginn an verlangten, blieb Undav auf der Bank.

Wenn Journalisten kritische Fragen stellten, reagierte er zickig und dünnhäutig. Dieses Verhalten ist nicht die Eigenschaft eines Führers – es ist die Eigenschaft eines Mannes, der Kritik als persönlichen Angriff versteht und darauf mit Trotz reagiert.

Was die Spieler sagen – und was das bedeutet

Kai Havertz fand nach dem Spiel Worte, die man nicht vergessen wird:

„Ich kann mich nur entschuldigen, jeder ist enttäuscht, kein schönes Gefühl. Das ist jetzt meine zweite WM, das zweite Mal reingeschissen.“

Wenn Spieler sich in solcher Deutlichkeit äußern, dann ist das kein Zeichen von Schwäche – das ist Ehrlichkeit. Und diese Ehrlichkeit steht in krassem Kontrast zur Selbstgefälligkeit ihres Trainers.

Kimmich, der Kapitän, der Mann der Stunde, der trotz allem Größe zeigte, sagte:

„Das waren einzig und allein wir. Das war nicht der Trainer, nicht die Medien, nicht der Schiedsrichter.“

Es ist bezeichnend, dass der Kapitän seinen Trainer schützt – auch dann, wenn er es nicht müsste. Aber die Frage ist nicht, ob die Spieler Fehler gemacht haben. Natürlich haben sie das.

Die Frage ist: Wer hat sie in diese Situation gebracht? Wer hat falsche Entscheidungen getroffen? Wer hat das falsche Personal nominiert, die falschen Aufstellungen gewählt, die falschen Wechsel vorgenommen?

Per Mertesacker fasste die Lage mit einem vernichtenden Urteil zusammen:

„Das zeigt, dass wir verdient ausgeschieden sind.“

Verdient. Nicht durch Pech. Nicht durch einen schlechten Schiedsrichter. Verdient.

Nagelsmann will am liebsten bleiben – und das ist das Problem

Und was sagt der Bundestrainer selbst?

„Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen.“

Und:

„Ich möchte weitermachen, aber im Fußball hat man es nicht immer in der Hand. Ich stehe zur Verfügung.“

Das ist die vielleicht erschütterndste Aussage des gesamten Abends. Nach drei WM-Ausscheiden in Folge, nach einem Sechzehntelfinale gegen den schwächsten verbleibenden Gegner, nach 120 Minuten Ideenlosigkeit, nach einem historisch ersten verlorenen Elfmeterschießen in der deutschen WM-Geschichte – sagt der Bundestrainer, er wolle weitermachen.

Die Frechheit: Nagelsmann stellt es so dar, als ob der DFB ihm sagen müsste, wenn er gehen soll.

Das ist das genaue Gegenteil von Verantwortungsbewusstsein. Das ist das genaue Gegenteil von Demut. Das ist der Mann, der bis zuletzt seinen Dickkopf durchsetzen will – selbst dann, wenn es um seinen eigenen Verbleib geht.

DFB-Sportdirektor Rudi Völler stärkte ihm zunächst den Rücken:

„Ich finde immer noch, er ist ein absoluter Toptrainer.“

Das mag sein persönliche Meinung sein. Aber die Ergebnisse sprechen eine andere Sprache. Und auch Völler räumte ein:

„Ich bin nicht der DFB alleine und habe das nicht alleine zu entscheiden.“

Jürgen Klopp, der bei MagentaTV als Experte tätig ist und als möglicher Nachfolger gehandelt wird, wies die Diskussion um seine Person zurück – aber betonte:

„Strukturell sei allerdings frischer Wind nötig.“

Das ist die diplomatische Version von: Es muss sich etwas ändern. Grundlegend.

Das Urteil der Welt

Die internationale Presse ist gnadenlos. Marca: „Deutschland ist nicht mehr Deutschland.“ L’Équipe: „Es ist die bislang größte Überraschung des Turniers.“ The Telegraph fragt bereits:

„Wird er seinen Posten behalten?“

– und verweist auf Klopp als möglichen Nachfolger. Die Gazzetta dello Sport:

„Flop Germania!“

Der Guardian:

„Paraguays Spielplan war makellos.“

Und Jürgen Klinsmann beim US-Sender ESPN:

„Die Art und Weise, wie wir heute Abend ausgeschieden sind, ist verheerend, ist eine Blamage, ist etwas, womit niemand, wirklich niemand gerechnet hat.“

Die Welt schaut auf Deutschland und schüttelt den Kopf. Und in diesem Moment sagt der Bundestrainer, er wolle weitermachen.

Unsere klare Forderung: Jetzt zurücktreten! Verantwortung übernehmen! Weg Frei machen! Die Fans haben sowas nicht verdient.

Es gibt Momente im Sport, in denen ein Trainer die Größe aufbringen muss, die er auf dem Platz nicht zeigen konnte. In denen er sagen muss: Ich trage die Verantwortung. Ich ziehe die Konsequenzen. Ich gehe.

Dieser Moment ist jetzt.

  • Julian Nagelsmann hat falsche Kaderentscheidungen getroffen – El Mala zu Hause gelassen, Sané trotz anhaltender Formschwäche permanent aufgestellt.
  • Er hat taktische Fehler gemacht – Kimmich viel zu lange auf der falschen Position eingesetzt.
  • Er hat Wechsel vorgenommen, die selbst für Experten unbegreiflich waren.
  • Er hat einen Spieler wie Woltemade über das gesamte Turnier ignoriert und ihn dann im entscheidenden Elfmeterschießen gebraucht.
  • Er hat auf Kritik mit Arroganz reagiert, auf Journalisten mit Schroffheit, auf die Öffentlichkeit mit Trotz.

Und nach alledem sagt er, er sei keiner, der wegläuft.

Doch genau das ist das Problem: Nagelsmann läuft nicht weg – er klammert sich.

Er klammert sich an ein Amt, das er nicht mehr verdient. Er klammert sich an eine Mannschaft, der er nicht mehr dienen kann. Er klammert sich an einen Vertrag bis 2028, während der deutsche Fußball in einem „riesigen Loch“ sitzt.

Wer Verantwortung trägt, muss auch für Fehler gerade stehen. Das ist keine Frage des Charakters – das ist eine Frage der Würde.

Nagelsmann hat die Chance, jetzt das Richtige zu tun. Nicht weil der DFB ihn zwingt. Nicht weil die Presse es fordert. Sondern weil es das Mindeste ist, was man von einem Mann in seiner Position erwarten kann.

Tritt zurück, Julian. Jetzt. Freiwillig. Und lass den deutschen Fußball neu beginnen.

Dieser Kommentar gibt die Meinung des Herausgebers und der Redaktion wieder.

Wie denkt ihr über das frühe und unnötige WM-Aus sowie der Frage nach Verantwortung für das Debakel? Schreibt mir gerne eure Meinung.

Sebastian Nelles

Sebastian C. Nelles ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur des Men's Mag – Das Magazin für Männer® sowie Gründer und Herausgeber des Sports Mag – Das Sportmagazin. Als Geschäftsführer (CEO) der übergeordneten NELLES MEDIA ist er zudem für die strategische Leitung der hauseigenen Medien-Marken sowie für das operative Werbe-Geschäft zuständig. Er nimmt Ihre Business-Anfragen gerne entgegen.

Sebastian C. Nelles schreibt in seiner Rolle als Chefredakteur auch selbst über Themen rund um Männlichkeit, Lifestyle, Erfolg, Mode und mehr ...

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