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Formel 1: King Kimi schreibt Geschichte – Antonelli wird jüngster Weltmeister aller Zeiten

Vettel-Rekord geknackt
November 2, 2026
4 Minuten Lesezeit
Formel 1: King Kimi schreibt Geschichte – Antonelli wird jüngster Weltmeister aller Zeiten
Bild: @f1/ Instagram

Ein historischer Moment für die Formel 1: Kimi Antonelli hat sich beim Großen Preis von Mexiko vorzeitig zum Weltmeister gekrönt. Mit gerade einmal 20 Jahren und 68 Tagen löst der Mercedes-Pilot Sebastian Vettel als jüngsten Champion der Königsklasse ab. Doch nicht nur der Titel sorgt für Schlagzeilen: Antonelli verzichtet auch 2027 auf die begehrte Startnummer 1 und bleibt seiner persönlichen Glückszahl treu.

Die Formel 1 hat einen neuen König und dieser ist gerade einmal 20 Jahre alt. Kimi Antonelli hat beim Großen Preis von Mexiko Motorsportgeschichte geschrieben. Mit einem dritten Platz auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez sicherte sich der Italiener bereits vier Rennen vor dem Saisonende seinen ersten Weltmeistertitel.

Was für viele vor Saisonbeginn kaum vorstellbar schien, ist nun Realität. Antonelli ist mit 20 Jahren und 68 Tagen der jüngste Formel-1-Weltmeister aller Zeiten. Damit verbessert er den bisherigen Rekord von Sebastian Vettel deutlich. Der Deutsche war bei seinem ersten Titelgewinn im Jahr 2010 bereits 23 Jahre und 134 Tage alt.

Gleichzeitig beendet Antonelli eine lange Durststrecke für den italienischen Motorsport. Er ist der erste italienische Formel-1-Weltmeister seit Alberto Ascari, der 1952 und 1953 die Königsklasse dominierte. Für Mercedes ist es zudem der erste Fahrertitel seit Lewis Hamiltons Triumph im Jahr 2020.

Mexiko wird zur Nervenprobe – Antonelli bleibt eiskalt

Der Weg zum Titel war allerdings alles andere als eine gemütliche Spazierfahrt. Schon vor dem Start war klar, dass Antonelli mit einem Platz unter den ersten zehn den Weltmeistertitel sicherstellen würde. Der Mercedes-Pilot ging von Startposition vier ins Rennen und musste vor allem eines vermeiden: unnötige Risiken.

Während vorne bereits in der ersten Runde die Emotionen hochkochten, bewahrte Antonelli einen kühlen Kopf. Lewis Hamilton, der von der Poleposition gestartet war, geriet mit seinem Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc aneinander. Der Monegasse erhielt dafür eine Fünf-Sekunden-Strafe. Hamilton zeigte sich anschließend alles andere als zufrieden.

Auch Mercedes-Teamkollege George Russell erlebte einen schwierigen Nachmittag. Nach einer Kollision mit Red-Bull-Pilot Isack Hadjar erhielt der Brite eine Zehn-Sekunden-Strafe.

Bild: @f1/ Instagram

Antonelli hielt sich aus den Rangeleien heraus und behauptete zunächst den vierten Platz. Zwischenzeitlich übernahm er sogar die Führung, bevor ihn die Boxenstopps wieder zurückwarfen.

Dann wurde es dramatisch: Valtteri Bottas verlor auf der schnellen Geraden die Kontrolle über seinen Cadillac, nachdem offenbar die vordere Aufhängung gebrochen war. Der Finne schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein. Die Rennleitung reagierte mit einer Roten Flagge. Glücklicherweise konnte Bottas sein Fahrzeug selbstständig verlassen.

Nach einer Unterbrechung von mehr als 40 Minuten wurde das Rennen mit einem stehenden Neustart fortgesetzt. Erneut bewies Antonelli seine Klasse. Er hielt sich aus den gefährlichen Situationen heraus und setzte wenig später ein wichtiges Überholmanöver gegen Leclerc.

Damit lag der Mercedes-Pilot auf Rang drei, genau auf dem Platz, der ihm den Weltmeistertitel endgültig sichern sollte.

Ein weiterer Unfall von Arvid Lindblad brachte später das Safety-Car auf die Strecke. An der Spitze änderte sich nichts mehr. Max Verstappen gewann das Rennen vor Lewis Hamilton, Antonelli komplettierte das Podium.

Für den Italiener war das Ergebnis zweitrangig. In diesem Moment gehörte ihm die gesamte Formel-1-Bühne.

Emotionen bei Mercedes: Ein Champion ist geboren

Als die Zielflagge fiel, konnte Antonelli seine Gefühle kaum noch zurückhalten. Im Cockpit überwältigten ihn die Emotionen. Sein Renningenieur Peter Bonnington musste ihm die Nachricht noch einmal ausdrücklich übermitteln: Er sei tatsächlich Weltmeister.

Bild: @f1/ Instagram

Auch Teamchef Toto Wolff gratulierte seinem Schützling unmittelbar nach dem Rennen. Die Freude bei Mercedes war riesig. Antonelli wurde von seiner Familie empfangen und anschließend von den Fans gefeiert.

Besonders emotional war das Bild auf dem Podium: Max Verstappen und Lewis Hamilton nahmen den jungen Italiener auf ihre Schultern. Zwei der prägenden Fahrer der jüngeren Formel-1-Geschichte feierten damit einen neuen Champion, der nun selbst eine Ära prägen könnte.

Antonelli zeigte sich nach seinem größten Karriereerfolg überwältigt:

„Ich bin sprachlos. Ich versuche gerade zu begreifen, was passiert ist.“

Sein Titel ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen Entwicklung. Bereits in seiner zweiten Formel-1-Saison hat sich der Mercedes-Pilot gegen die etablierte Konkurrenz durchgesetzt und mit konstant starken Leistungen den entscheidenden Schritt gemacht.

Überraschung für 2027: Antonelli verzichtet auf die Startnummer 1

Doch während die Feierlichkeiten noch laufen, richtet sich der Blick bereits auf die kommende Saison. Normalerweise gehört es zu den besonderen Privilegien eines amtierenden Weltmeisters, in der folgenden Saison mit der Startnummer 1 anzutreten.

Antonelli möchte davon allerdings keinen Gebrauch machen.

Bild: @f1/ Instagram

Der Italiener hat bestätigt, dass er auch 2027 mit seiner bisherigen Startnummer 12 fahren wird. Für ihn ist die Zahl weit mehr als eine gewöhnliche Kennzeichnung auf seinem Mercedes.

„Ich bleibe bei der 12, weil es offensichtlich eine besondere Zahl für mich ist“, erklärte der frisch gekürte Weltmeister. Gleichzeitig sei es für ihn ein Weg, bescheiden zu bleiben und mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen.

Die Nummer hat für Antonelli auch eine sportliche und persönliche Bedeutung. Sein großes Idol Ayrton Senna trug ebenfalls die 12. Außerdem begleitete ihn diese Zahl bereits durch zahlreiche Nachwuchsserien.

Hinzu kommt eine persönliche Portion Aberglaube. Antonelli erklärte, dass die Startnummer 1 für ihn bislang kein gutes Omen gewesen sei. Wann immer er damit unterwegs gewesen sei, hätten sich die Dinge schlecht entwickelt.

Damit reiht er sich in eine besondere Gruppe von Weltmeistern ein, die bewusst auf die Nummer 1 verzichtet haben. Lewis Hamilton blieb während seiner erfolgreichen Mercedes-Jahre seiner Glückszahl 44 treu, anstatt die Startnummer des Champions zu übernehmen.

Sebastian Vettel verliert seinen Rekord

Besonders bemerkenswert ist Antonellis Triumph mit Blick auf die deutsche Formel-1-Geschichte. Mehr als 15 Jahre lang galt Sebastian Vettel als jüngster Weltmeister der Königsklasse.

Der damalige Red-Bull-Pilot sicherte sich 2010 im Alter von 23 Jahren seinen ersten Titel. Insgesamt wurde Vettel viermal Weltmeister und prägte damit eine ganze Generation des Motorsports.

Nun ist sein Rekord Geschichte. Antonelli unterbot die Bestmarke um mehr als drei Jahre.

Auch aus der Formel-1-Szene kamen zahlreiche Glückwünsche. Für den jungen Italiener dürfte der Titelgewinn erst der Anfang einer außergewöhnlichen Karriere sein.

Die neue Generation übernimmt das Kommando

Der WM-Triumph von Kimi Antonelli ist mehr als nur ein weiterer Titelgewinn. Er steht symbolisch für einen Generationswechsel in der Formel 1.

Während Lewis Hamilton und Max Verstappen weiterhin zu den prägenden Figuren des Sports gehören, hat sich mit Antonelli ein neuer Superstar in den Mittelpunkt geschoben. Der junge Mercedes-Pilot hat bewiesen, dass er nicht nur Talent besitzt, sondern auch mit dem enormen Druck einer Weltmeisterschaft umgehen kann.

Bild: @f1/ Instagram

Sein Auftritt in Mexiko war dafür das beste Beispiel. Während andere Fahrer in Zwischenfälle verwickelt waren, blieb Antonelli konzentriert und machte genau das, was für den Titel notwendig war.

Kimi Antonelli ist Weltmeister und die Formel 1 hat einen neuen Rekordchampion. Mit gerade einmal 20 Jahren steht der Italiener bereits an der Spitze des Motorsports. Dass er 2027 trotzdem auf die Startnummer 1 verzichtet, passt zu seinem Auftreten: selbstbewusst auf der Strecke, bescheiden abseits davon. Die Nummer 12 bleibt, der Weltmeistertitel ist neu. Und die Konkurrenz dürfte wissen, dass mit diesem jungen Champion auch in Zukunft zu rechnen ist.

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