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Messi macht Geschichte: Sieben WM-Spiele, sieben Tore

Juni 28, 2026
2 Minuten Lesezeit
Quelle: Instagram @leomessi

Lionel Messi kam in der 60. Minute vom Bench, traf in der 80. per Freistoß und schrieb damit Fußballgeschichte. Sieben WM-Spiele in Folge mit Tor. Kein Spieler hat das je geschafft. Und sein Trainer weiß nicht mehr, was er dazu sagen soll.

Ein Rekord, der sprachlos macht

Nach dem 3:1-Sieg Argentiniens gegen Jordanien im Dallas Stadium stand Nationaltrainer Lionel Scaloni vor den Mikrofonen und rang sichtlich um Worte. „Es ist eine etwas unangenehme Situation, wenn mich die Leute das fragen und ich nicht weiß, was ich sagen soll“, sagte Scaloni laut Reuters. „Das einzige Wort, das mir in den Sinn kommt, ist: Ich bin überrascht.“

Messi überbot mit seinem Treffer die Marke, die er sich bis dahin mit dem Franzosen Just Fontaine und dem Brasilianer Jairzinho geteilt hatte. Sechs Tore hat er in diesem Turnier insgesamt erzielt. Damit führt er die WM-Torjägerliste an. Die ersten beiden Treffer des Abends, ein Freistoß von Giovani Lo Celso und ein Elfmeter von Lautaro Martinez, waren übrigens die ersten Tore Argentiniens bei dieser WM, die nicht von Messi selbst stammten.

Warum er nur 30 Minuten spielte

Dass Messi erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, war kein Zeichen von Schwäche, sondern Kalkül. Scaloni erklärte gegenüber Reuters: „Er hätte 90 Minuten spielen können. Aber er wollte, ohne unseren Gegner kleinzureden, dass seine Mitspieler Zeit auf dem Platz bekommen, und sich selbst für das schonen, was noch kommt.“

Scaloni hatte neun Veränderungen in der Startelf vorgenommen. Spieler, die bislang wenig Einsatzzeit bekommen hatten, bekamen ihre Chance. Das Ergebnis: zufriedener Trainer, überzeugter Kader. „Ich glaube, alle verdienen es, eine WM zu erleben und bei einer WM zu spielen“, sagte Scaloni. „Sie haben mir heute gezeigt, dass ich auf sie zählen kann.“

Was Messi von anderen unterscheidet

Rekorde interessieren Messi selbst offenbar wenig. Scaloni betonte: „Er denkt nicht so viel an die Zahlen, über die alle reden.“ Eben das macht ihn schwer zu greifen. Mit 39 Jahren, in einem Turnier, das er als amtierender Weltmeister bestreitet, trifft er per Freistoß, wenn es darauf ankommt. Nicht weil er muss, sondern weil er es kann.

Der Unterschied zwischen Messi und den meisten anderen Spielern auf diesem Niveau ist nicht Technik oder Fitness allein. Es ist die Kombination aus Selbstlosigkeit und Präzision im entscheidenden Moment. Scaloni sieht das täglich im Training. Und trotzdem fehlen ihm die Worte.

Nächste Hürde: Kap Verde in Miami

Im Achtelfinale trifft Argentinien auf Kap Verde. Scaloni warnte ausdrücklich vor dem WM-Debütanten: „Spanien konnte sie nicht schlagen, Uruguay auch nicht. Sie sind ein schnelles Team, sie spielen gut mit einem hohen Niveau. Ich kann euch garantieren, dass sie es uns schwer machen werden.“

Kap Verde hat in der Gruppenphase gegen alle drei Gegner Punkte geholt. Für Argentinien wird es kein Selbstläufer. Schon gar nicht, wenn Scaloni wieder rotiert. Aber wenn Messi auf dem Platz steht, schreibt er ohnehin seine eigene Geschichte.

Quellen: Reuters

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