Cristiano Ronaldo kann auf eine schnelle Rückkehr in die portugiesische Nationalmannschaft hoffen. Nach seinem vorzeitigen Abschied aus dem Teamquartier hat der portugiesische Fußballverband (FPF) das Disziplinarverfahren gegen den 41-Jährigen abgeschlossen. Die Konsequenzen fallen überraschend gering aus: Neben einer Sperre von 30 Tagen muss der Superstar lediglich 255 Euro Geldstrafe zahlen.
Damit bleibt Ronaldo eine deutlich härtere Sanktion erspart. Nach den geltenden Disziplinarbestimmungen des Verbandes wäre auch eine Sperre von bis zu sechs Monaten möglich gewesen. Stattdessen erhielt der Kapitän die Mindeststrafe.
Ein Großteil der Sperre ist bereits abgelaufen
Für Ronaldo kommt das Urteil zu einem günstigen Zeitpunkt. Wie der FPF mitteilte, begann die 30-tägige Sperre bereits am Tag nach seiner vorläufigen Suspendierung am 30. September. Damit hat der Angreifer bereits 19 Tage der Strafe verbüßt.

Eine Rückkehr in den Nationalmannschaftskader im November ist deshalb durchaus denkbar. Portugal stehen zum Jahresabschluss noch zwei Länderspiele bevor: Am 14. November trifft die Mannschaft auf Dänemark, drei Tage später geht es auswärts gegen Wales. Ob Ronaldo tatsächlich für beide Partien nominiert wird, ist bislang allerdings offen.
Streit um Einsatzzeit sorgt für Unruhe
Auslöser des Disziplinarverfahrens war Ronaldos vorzeitige Abreise aus dem portugiesischen Mannschaftsquartier Ende September. Vorausgegangen war ein 2:1-Sieg im Nations-League-Hinspiel gegen Norwegen, bei dem der Angreifer nicht zum Einsatz gekommen war.
Im Anschluss an den Vorfall erhob Ronaldo öffentlich Vorwürfe gegen Trainer Jorge Jesus. Der Portugiese erklärte, sich auf eine mündliche Zusage für einen Einsatz sowie auf eine spätere öffentliche Erklärung verlassen zu haben. Die Situation entwickelte sich daraufhin zu einer unangenehmen Angelegenheit für die Nationalmannschaft.
Entscheidung über Comeback steht noch aus
Mit dem Urteil des Disziplinarrats ist die sportliche Zukunft des Superstars im Nationalteam jedoch noch nicht abschließend geklärt. Weder Ronaldo noch Trainer Jorge Jesus haben sich bislang zu einer möglichen Rückkehr geäußert.

Fest steht: Rein zeitlich könnte der erfahrene Angreifer rechtzeitig für die letzten beiden Länderspiele des Jahres wieder zur Verfügung stehen. Ob es tatsächlich zum Comeback kommt, dürfte nun vor allem von der weiteren Abstimmung zwischen Spieler und Trainer abhängen. Die verhältnismäßig milde Strafe schafft dafür zumindest die Voraussetzungen.
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