Der 29-Jährige bezwang im Finale der US Open den amerikanischen Lokalmatador Ben Shelton in vier Sätzen und sicherte sich damit seinen zweiten Grand-Slam-Titel innerhalb weniger Monate. Neben dem sportlichen Triumph wartet auf den Deutschen auch ein außergewöhnlicher finanzieller Lohn.
6:3, 7:6, 5:7, 6:2 – so lautet das Ergebnis eines Endspiels, das Zverevs Aufstieg in eine neue Dimension dokumentiert. Gegen Shelton bewies der Hamburger auch in schwierigen Phasen Nervenstärke und ließ sich selbst nach dem Verlust des dritten Satzes nicht mehr aus der Ruhe bringen.
Der Lohn für den Coup ist gewaltig: 5,5 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 4,7 Millionen Euro, wandern auf Zverevs Konto. Damit ist die Siegprämie in New York höher als bei jedem anderen Grand-Slam-Turnier.

Fast doppelt so viel wie in Paris
Schon der Triumph bei den French Open im Juni hatte Zverev finanziell einen kräftigen Schub beschert. Für seinen Titel in Paris erhielt er rund 2,8 Millionen Euro. Die US Open legen nun noch einmal deutlich nach.

Auch über das gesamte Grand-Slam-Jahr betrachtet hat sich Zverev damit ein enormes Preisgeld erspielt. In Melbourne erreichte er das Halbfinale, in Wimbledon stieß er bis ins Endspiel vor und in Paris sowie New York holte er jeweils den Titel.
Unterm Strich stehen für Zverev bei den vier großen Turnieren des Jahres rund 10,3 Millionen Euro Preisgeld.
New York wird zum Wendepunkt
Noch bemerkenswerter als die Summe ist die sportliche Entwicklung. Lange musste Zverev auf seinen ersten Grand-Slam-Titel warten. Nach dem Erfolg in Paris scheint der Knoten endgültig geplatzt.
Nun folgt bereits der zweite Major-Triumph innerhalb einer Saison. Damit gehört Zverev endgültig zu den prägenden Spielern des Jahres.
Für Shelton bleibt dagegen trotz der Finalniederlage ein großer Erfolg. Der US-Amerikaner erreichte erstmals das Endspiel eines Grand-Slam-Turniers und darf sich über 2,8 Millionen Dollar Preisgeld freuen.
Auch die Nummer eins ist plötzlich greifbar
Der US-Open-Sieg könnte für Zverev noch eine weitere historische Bedeutung bekommen. In der Weltrangliste hat er den Abstand zu Spitzenreiter Jannik Sinner deutlich verkürzt.
Der Italiener musste die US Open verletzungsbedingt auslassen und hat in den kommenden Monaten zahlreiche Punkte zu verteidigen. Zverev wiederum besitzt die Möglichkeit, sein Punktekonto weiter auszubauen.

Sollten die Ergebnisse entsprechend ausfallen, könnte der Deutsche noch in diesem Jahr erstmals an die Spitze der Weltrangliste klettern.
Damit winkt Zverev nach seinem zweiten Grand-Slam-Titel gleich das nächste große Kapitel seiner Karriere: der Sprung auf Platz eins.
Und ausgerechnet in dem Moment, in dem der sportliche Erfolg seinen bisherigen Höhepunkt erreicht, wird auch finanziell eine neue Marke gesetzt. New York war für Alexander Zverev deshalb nicht nur ein weiterer Titel, sondern ein Meilenstein auf mehreren Ebenen.
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