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NBA testet Einwurf-Regel und Sensor-Ball bei der Summer League

Juli 13, 2026
1 Minute Lesezeit
Quelle: Wikimedia Com. Gobierno CDMX

Die NBA probiert etwas aus, das Fans und Schiedsrichter gleichzeitig aufhorchen lassen dürfte. Bei den diesjährigen Summer Leagues in Nordkalifornien, Salt Lake City und Las Vegas testet die Liga zwei Neuerungen, die das Spiel spürbar verändern könnten: eine vereinfachte Freiwurf-Regel und einen Basketball mit eingebettetem Sensor. Der erste Praxistest beginnt bereits diesen Freitag mit der California Classic.

Was getestet wird

Die sogenannte One-Free-Throw-Rule funktioniert so: Egal ob ein Foul normalerweise einen, zwei oder drei Freiwürfe nach sich zieht, der Spieler tritt nur einmal an. Dieser eine Versuch ist dabei so viele Punkte wert wie die Freiwürfe, die er ersetzt. Ein Foul, das drei Freiwürfe bedeutet hätte, wird also mit einem Dreipunkte-Freiwurf abgegolten. Die Regel gilt bis zur letzten Zwei-Minuten-Marke im vierten Viertel sowie in der Verlängerung, wo dann wieder die normalen NBA-Freiwurf-Regeln greifen. Parallel dazu setzt die Liga einen Basketball mit eingebettetem Sensor ein, der Kontakt mit dem Ball erkennen soll. Laut NBA werden die Daten gesammelt, um künftige Schiedsrichter-Anwendungen zu unterstützen, etwa bei strittige Aus-Entscheidungen. Auf Gewicht, Gefühl oder Spielbarkeit des Balls hat der Sensor laut Liga keinen Einfluss.

Die Hintergründe

Quelle: Wikimedia Com. Airman 1st Class Kerelin Molina

Die One-Free-Throw-Rule ist keine komplett neue Idee. Die NBA G League setzt sie bereits seit der Saison 2019/20 ein, um den Spielfluss zu verbessern. Lange Unterbrechungen durch mehrfache Freiwurf-Serien gehören zu den häufigsten Kritikpunkten am modernen Profi-Basketball, besonders in der Schlussphase enger Spiele. Beide Neuerungen wurden laut ESPN zuletzt in einem Treffen des Competition Committee der NBA besprochen, bevor die Liga grünes Licht für den Summer-League-Einsatz gab.

Was auf dem Spiel steht

Die Summer League ist traditionell der Ort, an dem die NBA Regeländerungen unter echten Spielbedingungen erprobt, ohne dabei den regulären Betrieb zu riskieren. Dass die Liga jetzt gleichzeitig eine Spielfluss-Reform und Hardware-gestützte Schiedsrichter-Technologie testet, zeigt, in welche Richtung die NBA denkt. Sensor-Daten bei Aus-Entscheidungen könnten mittelfristig das Review-System ergänzen oder ersetzen, was in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionen gesorgt hat. Ob aus dem Test eine Liga-weite Einführung wird, entscheidet sich nach der Auswertung der Daten aus den drei Summer-League-Standorten.

Für die Spieler, die in Nordkalifornien, Salt Lake City und Las Vegas um NBA-Verträge kämpfen, sind die Regeländerungen Randnotiz. Für die Liga selbst sind es womöglich die ersten Schritte in Richtung eines schnelleren, technologisch besser abgesicherten Spiels.

Quellen: ESPN

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