Zwei Wochen College Football liegen hinter uns, und langsam nimmt die Saison Fahrt auf. Für die meisten Teams beginnen in den kommenden Tagen die Conference-Schedules, ein paar Mannschaften starten bereits in dieser Woche damit. Genug Material also, um ein Bild zu zeichnen, wer wirklich gut ist und wer bislang nur gut aussah. Vier Spiele mit Top-25-Beteiligung stehen an. Vier Picks, keine Punkteabstände, nur Sieger.
Houston gegen Texas Tech: Die Yards lügen nicht
Beide Teams haben in dieser Saison bereits einen gemeinsamen Gegner: Oregon State. Houston besiegte die Beavers in Week 1 mit 33:20, Texas Tech folgte in Week 2 mit einem 35:24-Erfolg. Soweit, so ähnlich. Wer aber tiefer schaut, sieht einen deutlichen Unterschied. Texas Tech erzielte in jenem Spiel gerade einmal 352 Yards Offense, Houston dagegen kam gegen denselben Gegner auf 533 Yards. Der Endstand sagt wenig, die Spielstatistik sagt mehr.

Dazu kommt ein weiteres Signal, das Skepsis gegenüber Texas Tech rechtfertigt: Ein 33:10-Sieg in Week 1 gegen ein FCS-Team war alles andere als überzeugend. Wer gegen schwächste Konkurrenz nur mäßig wirkt, hat in einem Spiel wie diesem ein Problem. Houston ist der richtige Pick für einen Upset.
Louisville gegen SMU: Vertrauen in die Heimdefensive
Die Louisville-Offense gehört in dieser Saison zu den stärksten im ganzen Land. 6,6 Yards pro Spielzug im Schnitt, und die Cardinals kamen gegen Ole Miss so nah an einen Upset heran, wie es ein Team nur kann. Das ist keine Kleinigkeit, Ole Miss ist kein einfacher Gegner.

In diesem Ranked-vs.-Ranked-Duell wird es jedoch nicht die Offense sein, die entscheidet, sondern die beiden Defensivreihen. Und dort, zu Hause, hat Louisville den Vorteil. Die Defensive der Mustangs überzeugt weniger. Der Pick geht an die Cardinals.
West Virginia gegen Virginia: Der Quarterback als Joker
West Virginia braucht eine Leistung auf absolutem Top-Niveau, um hier den Upset zu landen. Aber die Mountaineers haben ein Argument, das schwer zu kontern ist: Michael Hawkins Jr. Der Quarterback hat in dieser Saison 287 Passing Yards geworfen und zusätzlich 199 Yards auf dem Boden erzielt. Ein echter Dual-Threat, der eine Partie innerhalb weniger Spielzüge komplett drehen kann.

Virginia wird Antworten brauchen, und es ist nicht sicher, ob die Defensive das leisten kann. West Virginia bekommt den Pick, und den Vorteil des Zweifels.
LSU gegen Ole Miss: Defense als Titelargument
Das ist das Spiel der Woche, und LSU ist das Team der Stunde. Die Tigers haben Clemson im Auftaktspiel regelrecht vorgeführt, während Ole Miss sich gegen Louisville nur mühsam durchsetzte. Beide Offenses sind gefährlich, das ist kein Geheimnis. Aber der Unterschied liegt in der Defense, und der ist massiv.

Ole Miss hat in den ersten zwei Wochen 5,9 Yards pro Spielzug zugelassen. LSU dagegen erlaubt laut den vorliegenden Statistiken nur 2,5 Yards pro Spielzug, der niedrigste Wert im gesamten College Football. Das ist keine Kleinigkeit, das ist ein Statement. Eine Defense dieser Güte gewinnt nicht nur Spiele, sie kontrolliert sie. LSU gewinnt, und zwar deutlich. Wer die Tigers in dieser Saison noch nicht als echten National-Championship-Kandidaten auf dem Zettel hatte, sollte das jetzt ändern.
Quellen: Sports Illustrated
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